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artechock film : INTERVIEW mit Nishta Jain

»Es steht keine Märchenrevolution bevor«

Regisseurin Nishtha Jain (links) mit den Leitern des nigerianischen Dokumentarfilmfestivals iREP Lagos Femi Odugbemi (Mitte) und Toyin Fajj. Foto: DOK.fest/Maren Willkomm

Nishta Jain über ihre Dreharbeiten zu Gulabi Gang, den Unterschied von Befreigung und Schutz der Frau und über den Mut und die Furchtlosigkeit der Frauen in den pinkfarbenen Saris

Die mehrfache Vergewaltigung und Ermordung einer 23-jährigen Studentin in Neu Delhi im Dezember vergangenen Jahres durch sechs Männer hat in Indien wochenlange Proteste und Empörung ausgelöst. Dieses Verbrechen hat es in die westlichen Schlagzeilen geschafft, sind die vielen Morde und Gewalttaten, die indischen Frauen vor allem auf dem Land angetan werden, in dem Medien kaum präsent. Das dürfte sich mit Nishtha Jains Film Gulabi Gang ändern, in dem sie von einer Frauenbewegung erzählt, die gegen die herrschenden Zustände aufbegehrt und schon vieles bewirkt hat. Doch die Regisseurin, die heuer zum fünften Mal Gast beim Dok.fest ist, warnt vor zuviel Euphorie.

Natascha Gerold sprach mit ihr über gefährliche Verallgemeinerungen, die Allmacht der Dorfgemeinschaft und die Zusammenarbeit mit einer furchtlosen Frau.