Der
Schirmer/Mosel-Showroom (Galeriestraße 2) zeigt zum 50. Todestag der mexikanischen
Künstlerin unveröffentlichte Kahlo-Porträts, aufgenommen von Nickolas Muray.
Die farbenprächtigen Bilder aus dem Nachlass des Fotografen sind als Gemeinschaftsarbeiten
der beiden befreundeten Künstlerpersönlichkeiten lesbar - und zudem Meilensteine
in der Geschichte der frühen Farbfotografie.
"Sie umkreisen Frida Kahlos Ego in einem weiten, aber immer populären
Bogen: zeigen sie als mexikanische Bäuerin, kleiden sie ins Kostüm
einer Film- oder Operndiva, sparen nicht mit dem Pathos einer sozialrevolutionären
Aktivistin - und natürlich kommt Kahlo auch als Malerin vor. Es sind
die vielleicht schönsten Bilder, die je von der Künstlerin gemacht
wurden" (Pressetext)
Die Ausstellung läuft bis zum 7. September |
Klein,
aber fein ist die Ausstellung, die am 14. Juli in der Galerie im Münchner
Literaturbüro (Milchstr. 4, 19.00 Uhr) beginnt. Die Münchner Künstlerin
Christiane Fleissner zeigt dort Fotoarbeiten und eine Skulptur. Ursprünglich
von der Bildhauerei kommend, hat sich Christiane Fleissner (* 1972) die
letzten Jahre immer stärker mit Aspekten der Wahrnehmung und der Bewegung
beschäftigt, die sie schließlich auch zur Fotografie gebracht haben. Dabei
bewegen sich viele ihrer Arbeiten zwischen Fotografie und Skulptur, insofern
den Fotografien etwa eine zweite Fotografie vorgeblendet ist, die aus den
ursprünglich flachen Aufnahmen dreidimensionale Objekte macht. Alle Bilder
kreisen um das Thema der (Fort-)Bewegung, das für die Künstlerin zum Ausdruck
von Empfindungen wird. So zeigt ein Bild eine einsam laufende Frau und
eine winzige Figurengruppe auf dem Königsplatz. Dieser Kulisse ist die transparente
Fotografie fahrender Autos vorgelagert, die das Isolierte der Personen einerseits
hervorhebt, sie andererseits aber doch im städtischen Kontext verankert.
Im Mittelpunkt der kleinen Galerieräume steht die großformatige Fotoskulptur
"Gleise", deren Motiv als Inbegriff der Bewegung zu sehen ist. Dabei vereint
die Arbeit das Thema der Bewegung gleich in mehrfacher Hinsicht: zum einen
durch das Motiv des Bahngleises, aber auch durch die Transparenz der Fotografie,
die Ausdruck der flüchtigen, visuellen Wahrnehmung ist. Schließlich kommt
noch die Form der "Gleise" hinzu, die derart aneinander montiert sind, dass
sie eine Endlosschleife bilden, ohne Anfang und Ende, d.h. im ewigen Fluss
der Bewegung.
Die Ausstellung geht bis zum 28.7.04 und ist Montag bis Samstag von 14.00
bis 18.00 Uhr geöffnet oder nach telefonischer Vereinbarung (T. 089/768727).
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Mittwoch,
14. Juli, Eröffnung der Fotoausstellung »Migration: Italiener in Deutschland«
des Schweizer Fotografen Roger Wehrli durch den Züricher Schriftsteller
und Literaturvermittler Leo La Rosa. Die Ausstellung ist bis 14.8. im Kulturzentrum
Gasteig zu sehen. |
Die
Galerie Walter Storms zeigt erstmals Arbeiten des Ruff-Schülers Robert
Voit. "Obwohl Robert Voit mit einer schwerfälligen Großbildkamera
arbeitet, sind seine Fotos nicht gestellt. Geduldig wartet er bis sich Passanten
in dem von ihm gewählten Bildausschnitt platzieren. So entstehen authentische
Bilder von herausragender fotografischer Präzision.
In seinen aktuellen Arbieten zeigt Voit unter anderem Menschen, die mittels
technischer Vehikel, wie dem Mobiltelefon, nach einem Kontakt zur Welt suchen
(Galerie Walter Storms, Iismaninger Str. 51, bis 30. August) |
Nach
37 Jahren wird für Bernd und Hilla Becher wieder eine große Ausstellung
in München ausgerichtet. Die kürzlich geehrten Erasmus-Preisträger hatten
1967 ihre erste Museumsausstellung in der Neuen Sammlung. Die Ausstellung
in München ist mit über 80 Typologien, der Dokumentation der Zeche Zollern
2 und mit über 50 Aufnahmen von Industrielandschaften die bislang größte
Ausstellung des Künstlerpaars zu diesem Thema.
Bernd und Hilla Becher, die sich Ende der 50er-Jahre in Düsseldorf kennen
lernten, arbeiten seit nunmehr über vierzig Jahren gemeinsam an einem Archiv
industrieller Architektur. Die mit einer 13 x 18 Plattenkamera erstellten
Aufnahmen erlauben aufgrund ihrer hohen Informationsdichte Abzüge, die gestochen
scharf jedes Detail zeigen. Vor einem immer ähnlich neutral gehaltenen Hintergrund,
dem grauen und wolkenlosen Himmel, platzieren sie mittig und formatfüllend
ausgewählte Objekte verschiedener Arten industrieller Nutzbauten: Aufbereitungsanlagen,
Fabrikhallen, Fördertürme, Gasbehälter, Getreidesilos, Hochöfen, Kalköfen,
Kies- und Schotterwerke, Kohlebunker, Kühltürme und Wassertürme.
In den Ausstellungen werden die Schwarzweißfotografien zu Tableaus angeordnet,
so entsteht eine rasterartige Präsentation, die ein vergleichendes Betrachten
der Bilder ermöglicht. Typologien können aus 9, 12, 15 oder 16 Einzelfotografien
bestehen. (Pressetext, Haus der Kunst, 16. Juni 2004 - 19. September 2004) |
"gimmie
shelter" ist der Titel einer Ausstellung der Fotografin Kirsten Kleie,
die am 17. Juni um 19 Uhr im Sozialreferat, Orleansplatz 11, eröffnet wird.
Die Ausstellung zeigt das Zuhause wohnungsloser Menschen. Die Fotografin
hat zehn Appartements im Wohnprojekt Gravelottestraße fotografiert. Dort
wohnen psychisch kranke Männer und Frauen, die einen langen Weg durch die
Institutionen hinter sich haben. Die Appartements sind alle mit gleichem
Mobiliar ausgestattet, eine individuelle Note bekommen sie durch persönliche
Gegenstände wie Postkarten, Brille oder Plüschtiere. In einem Buch werden
Lebenswege und Geschichten der Bewohner dokumentiert. (Pressetext)
"gimmie shelter" ist im Sozialreferat bis 17. September, Montag bis Freitag
von 8 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr, zu sehen. |
Herlinde
Koelbl, die
über die Jahre immer wieder Grenzbereiche zwischenmenschlicher Kommunikation
ausgelotet hat, beschäftigt sich in ihrer neuesten Ausstellung "Über
das Hören und Verstehen" mit einer "Kette des Verstehens,
wenn unsere Ohren für den anderen offen sind".
29 Menschen mit 18 Nationalitäten aus 5 Kontinenten in 13 Sprachen
von 5 bis 71 Jahren hat Herlinde Koelbl beim Flüstern, Lauschen usw.
fotografiert. Die Fotoserie hat die Fotografien für die Lichterkette
e.V. realisiert. Der Verein kümmert sich seit 12 Jahren um die Integration
ausländischer Mitbürger, vor allem Kinder und Jugendlicher. Der
Verkauf der Bilder trägt dazu bei, es Migranten, Flüchtlingen
und ausländischen Jungendlichen zu ermöglichen, Deutsch zu lernen
(Eröffnung, 8. Juni, 19 Uhr, Galerie aktueller Kunst im OSRAM Haus,
Hellabrunner Str. 1, bis 25. Juni) |
Im
Gasteig wird noch bis zum 20. Juni unter dem Titel "Frauen im Orient,
Frauen im Okzident" eine Ausstellung der Gedok (Gemeinschaft der Künstlerinnen
und Kunstförderer) mit Fotoarbeiten internationaler Künstlerinnen gezeigt.
Wann verhüllt ein Kopftuch - und wann umhüllt es lediglich? Ist es ein Madonnen-
Schleier oder der Tribut an eine hierzulande oft als rigide empfundene religiöse
Norm? Arbeiten von Fotokünstlerinnen aus Europa, Nordafrika, dem Nahen
und dem Mittleren Osten zeigen mit ihren Bildern in eindringlicher Weise
und jenseits gängiger Klischees, wie sehr sich die Lebenswelten von Frauen
im Alltag hier und dort überschneiden.
Begleitend bieten die Münchner Gedok und das Kulturreferat eine Lesung
(Alev Tekinay, Ulrike Budde, Barbara Yurtdas; Dienstag, 8. Juni,
19.30 Uhr, Vortragssaal der Bibliothek), eine Podiumsdiskussion sowie
eine Tanz- und Musik- Performance ("Salam - Shalom. Kennst Du den Weg
ins Paradies?", Gasteig, Black-Box, Samstag, 19. Juni, 20 Uhr) an.
Um das Thema "Verschleiern oder enthüllen? Der Fall Kopftuch" wird es in
der Black-Box im Gasteig am Sonntag, 13. Juni, von 18 Uhr an bei einer
Podiumsdiskussion gehen, an der Bundestags-Vizepräsidentin Dr. Antje
Vollmer, Dr. Katajun Amirpur, Arzu Toker, sowie Nimet Güller teilnehmen.
Petra Steinberger (Süddeutsche Zeitung) moderiert den Abend. Weitere Informationen
unter www.muenchen.de/orient.
Zur Ausstellung (1. bis 20. Juni 2004, täglich von 8 bis 23.30 Uhr im Gasteig)
gibt es einen 143-seitigen Katalog. Der Eintritt ist frei. |
Roland
Fischer, der im letzten Jahr eine beeindruckende Retrospektive in der
Pinakothek der Moderne in München hatte, stellt in Freising im Rahmen der
Ausstellungsreihe "Junge Kunst im Dombergmuseum Freising" seinen
neuen Werkzyklus "Camino" vor.
Großformatige Photographien, die auf eine Reise des Künstlers entlang des
Pilgerweges nach Santiago zurückgehen, zeigen überwältigende Ansichten der
bedeutendsten Monumente in Überblendungen von Innen und Außen, von Architektur,
Fresken und Skulpturen in phantastischer Farbigkeit, durch digitale Bearbeitung
wie Malerei anmutend. Höhepunkt ist ein kühnes Kollektivportrait von tausend
Pilgern, alle auf dem Weg, das Ziel zu erreichen.
(Eröffnung Sonntag, den 20. Juni 2004, 15 Uhr,Ausstellungsdauer 22.
Juni bis 19. September 2004) |
Die
Schweizer Künstlerin Chantal Michel ist derzeit in der Galerie
Karin Sachs mit einer Serie von "Cairo"-Fotografien zu sehen:
"Die Palette der porträtierten Familien reicht von der gutsituierten
Kleinfamilie bis hin zur Familie des Hauswärters, der mit Frau und Kindern
und weiteren Familienangehörigen wahrscheinlich in einem einzigen Raum haust
- und schmuggelt sich selbst als bizarren Fremdkörper in den intimen Raum
der ausgewählten Familien. Ohne Tabus stellt, setzt oder legt, platziert
Michel sich in die Familienaufstellungen. Dabei ist die Darstellung an sich
nicht "obszön", es ist nur das Wissen um einen Verhaltenskodex, um die zunehmend
demonstrierte "Islamisierung" im Land, es sind die zahlreichen negativen
Erfahrungen mit der ägyptischen Männerwelt im Alltag, die "Zügel" anlegen
möchten. Es scheint alles richtig und passend: die Posen der Familien, deren
Freude, sich darzustellen, ihre Offenheit, sich auf das Experiment einzulassen,
die Ausstattung der Räume (mit dem dann tatsächlich vorgefundenen "Kitsch")
und fast überall, fast unscheinbar, aber selbstverständlich wie ein weiteres
Familienmitglied, der Fernsehapparat." (Text von der Internet Seite
Galerie Karin Sachs, bis 23. Juli 2004) |
Eröffnung
in der Galerie Hartmann am Mittwoch, den 09.06.2004, ab 19 Uhr in Anwesenheit
des Künstlers : "Der in Australien lebende Deutsch-Kanadier Joachim
Froese präsentiert seine rätselhaften, fast mysteriösen Schwarzweißbilder
erstmals in Europa. “Rhopographie“ ist ein altmodischer Begriff des 19.
Jahrhunderts für das Genre Stillleben in der Malerei. Ausgangspunkt der
Arbeiten von Joachim Froese sind die barocken und geometrischen Stillleben
holländischer und spanischer Meister des 17. Jahrhunderts. Dort finden sich
oft minimalistische Gegenstände – Insekten oder Früchte – versteckt, die
als Symbole für Tod und Vergänglichkeit gelesen wurden. In den Arbeiten
von Joachim Froese werden diese Objekte auf einer Kleinbühne fotografisch
wiederbelebt und belegen den Begriff ‘nature morte’ mit neuer Bedeutung.
Bei genauer Betrachtung wird deutlich, dass jedes Bild aus mehreren einzelnen
Fotografien zusammengesetzt ist und durch mühevolle Arbeit während der Aufnahme
und in der Dunkelkammer ohne digitale Hilfe manipuliert ist. Das Resultat
dieses Prozesses sind fotografische Konstruktionen, die den Betrachter bewusst
in einem surrealen Zwiespalt zwischen Realität und Theater verharren lassen."(Pressetext,
Fasaneriestrasse 10 ) |
Vom 11. Mai bis 9. Juli zeigen Christian Link und Resi Steiner
in der Fotogalerie der Münchner Stadtbibliothek Am Gasteig, Ebenen 2.1 und
2.2, Rosenheimer Straße 5, die Fotoausstellung „Havanna – Eine Zeitreise“.
Dass Havanna nicht nur zu den schönsten Städten der Welt, sondern
auch zu den fotogensten gehört ist längst unbestritten, was aber
nicht hindern sollte, sich die pittoreske Stadt einmal mehr im Gasteig anzugucken.
Die Fotoausstellung ist Montag von 10 bis 20 Uhr, Dienstag bis Freitag von
10 bis 19 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei. |
Stephen
Shore – Thomas Struth: Die Fotografiesammlung Allianz Private Krankenversicherungs-AG
umfasst heute insgesamt 142 Werke und wird der Pinakothek der Moderne, Sammlung
Moderne Kunst als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.
Im Mittelpunkt steht die deutsche Gegenwartsfotografie mit Arbeiten von
Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky, Thomas Struth, Thomas Ruff, Candida
Höfer und Axel Hütte. Parallel wurden auch Arbeiten von Klassikern der Fotografie
aus den 20er bis 50er Jahren gesammelt, so von Ellen Auerbach, Anton Stankowski,
Arnold Newman und Josef Sudek. Die Sammlungstätigkeit der Krankenversicherung
begann mit der Erwerbung der Museumsfotografie Musée d`Orsay II von Thomas
Struth im Jahr 1992.
Die Arbeiten aus der Sammlung der Allianz Private Krankenversicherung sollen
in Zukunft im Rahmen von Sammlungspräsentationen und Ausstellungen in der
Pinakothek der Moderne zu sehen sein. Den Anfang bildet im Mai eine dem
deutschen Fotografen Thomas Struth und Stephen Shore gewidmete Einzelpräsentation,
in der von Struth auch die Arbeit Musée d`Orsay II sowie Pflanzen- und Landschaftaufnahmen
aus der Sammlung der Allianz Privaten Krankenversicherung gezeigt werden.
(Pressetext, bis 12.09.2004 ) |
Eröffnung
der Ausstellung "above zero. Eine Reise durch Russland" im Gasteig/Foyer.
Begrüssung durch Peter Böhm, mit anschließender Preisverleihung „Sappi
ideas that matter“ und Vorstellung der Fotografin Mila Pavan durch
die Kuratorin Dr. Inge Lindemann. Vernissage Samstag, 1. Mai 2004, 18 Uhr,
Gasteig, 1.OG, Foyer Carl-Orff-Saal |
Eigentlich
gehört die folgende Ankündigung nur zur Hälfte auf diese
Seite, weil sie "zur anderen Hälfe" ebenso Malerei zeigt.
Die Ausstellung "Eine neue Kunst? eine andere Natur! Fotografie
und Malerei im 19. Jahrhundert", die am 1. Mai in der Hypo-Kunsthalle
eröffnet wird, beschäftigt sich mit dem wechslseitigen Verhältnis
von Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert. Bekanntermaßen hat
es viele Malere gegeben, die sich von der Fotografie haben inspirieren lassen,
ebenso wie es Fotografen gab, die mit ihren Fotografien so taten, als seien
sie gemalt. Das eine Medium versuchte sich vom anderen loszulösen und
keines konnte so richtig vom anderen lassen. Die Ausstellung widmet sich
der breiten Themenpalette, die für beide Medien relevant war und zeigt
neben Architektur-, Landschafts- und Porträtfotografien auch Akte und
naturwissenschaftliche Aufnahmen (Hypo-Kunsthalle, bis 18. Juli) |
Klar
und präzise komponiert, führt Brian McKee (* 1977 in Kanasas
City, lebt in New York) uns auf großformatigen Fotografien karge Landschaften
Afghanistans und vomKrieg in Mitleidenschaft gezogene Architketur vor Augen.
Für sein Projekt Detritus reist Mcee an Orte, die ein politisches und
soziales Scheiteren in der Weltgeschichte vergegenwärtigen, doch ist
sein Blick nicht senstationslüstern, sondern vielmehr der konzentriert
registrierende und selektierende eines Forschers und Künstlers.
McKees Bilder entstehen von bis zu 10 min Belichtungszeit, ohne den Einsatz
von Kunstlicht. ie erinnern zuweilen an Gemälde der Romantiker, wenn
in weitläufigen kargen Landschaften archaisch wirekende Architketur
im Dunst eines anbrechenden oder vergehenden Tages auftaucht. (Galerie Nusser
+ Baumgart, Residenzstr. 10, bis 8. Mai) |
Filmtipp
- filmtipp - filmtipp: Das Fachgebiet Fotografie/Video/Film der Münchner
Volkshochschule ist schon seit einiger Zeit bemüht, die Fotografie stärker
in dass allgemeine Bildungsangebot der MVHS zu integrieren. Neben Kursen,
in denen die eigenen fotografischen Fähigkeiten aufgebaut oder verbessert
werden können, gibt es immer wieder eine Reihe von Filmen, Vorträgen oder
anderen aktuellen Angeboten. Am 16. März wird ein Film von Reiner
Holzemer und Michael Koetzle zu René Burri gezeigt (20.00 Uhr, Gasteig Black
Box, AG 130, ?6,50). Burri, unvergessen u.a. durch sein Che Guevara-Foto
wird von Holzemer und Koetzle eine Stunde lang in seinem Schaffen begleitet.
|
Veranstaltungshinweis:
--- Sonntag, 04. April 2004, 11 Uhr --- Diskussion über "Religiöse Themen
in der zeitgenössischen Kunst" (anläßlich der Austellung "Die
sieben Sakramente" von Abigail O'Brian im Haus der Kunst mit Petra
Giloy-Hirtz, Bazon Brock und Hubertus Gassner Moderation: Christoph Wiedemann,
Süddeutsche Zeitung |
Im
Herbst 2001 wurde der fotografische Nachlass des Bildhauers und Fotografen
Helmut Lederer (1919-1999) dem Fotomuseum des Münchner Stadtmuseums
übergeben. Er umfasst etwa 3000 Ausstellungsabzüge, ca. 2000 Kontaktabzüge,
mehrere Buchentwürfe und das S/W-Negativarchiv aus der Zeit von 1937 bis
1981. Mit der Retrospektive des fotografischen Werkes von Helmut Lederer
stellt das Fotomuseum des Münchner Stadtmuseums das nahezu im Verborgenen
enstandene OEuvre erstmals umfassend öffentlich vor. Die Ausstellung zeigt
eine Auswahl von 180 Originalfotografien und Neuabzügen nach Originalnegativen.
Sie stammen größtenteils aus dem Nachlass des Künstlers und werden ergänzt
durch Leihgaben aus dem Museum Folkwang, Essen und von privaten Leihgebern.
Zusätzlich werden vier plastische Arbeiten von Helmut Lederer aus dem Kunstmuseum
Erlangen und aus Privatbesitz präsentiert. |
In
den von der VHS veranstalteten Vorträgen geht es vor allem um die Geschichte
der Fotografie und/oder um ausgewählte Fotoinstitutionen. Eine Auswahl:
"Vom Leben auf der Straße. Fotografinnen des 19. und 20. Jahrhunderts",
Vortrag von Susanne Flesche am 1.4.2004; "Das Bild des Menschen. Porträtfotografien
von Felix Nadar über August Sander, Richard Avedon zu Thomas Ruff" am
21.4.2004 von Dieter Hinrichs (jeweils 20.00 Uhr); "Bilderlust - Betrachung
ausgewählter Originalfotografien des 19. und 20. Jahrhunderts aus der Sammlung
des Fotomuseums", Rundgang mit Dr. Ulrich Pohlmann und Dr. Birgit
Jooss, jeweils am 5.5. und 12.5.2004, 15.00 bis 18.00 Uhr. "Rundgang
durch Fotoausstellungen und Galerien" jeweils Donnerstag, 15.30 vom
22.4. bis 27. 5.2004 mit Monika Clara Hoffmann. |
Eigentlich
geht es in der hervorragenden Ausstellung "Sculpturale Sphere" (u.a.
mit Tom Sachs, Martin Boyce und Thomas Demand) in der
Sammlung Goetz nicht um Fotografie, sondern um Skulptur. Dass diese aber
auch viel mit Fotografie zu tun haben kann, zeigen die Bilder von Thomas
Demand, von denen gleich mehrere in der Ausstellung zu sehen sind. Demand
baut aus Papier Szenen nach, die, durch Fotos überliefert, oft eindrückliche
und nicht selten tragische Geschichten erzählen. In minutiös bildhauerischer
Arbeit setzt der Fotokünstler die Bestandteile dieser Bilder zu einem
Szenario zusammen, das er anschließend abfotografiert. (bis zum 12. September,
Oberföhringer Straße 103). |
Italien
wurde ja bereits in der Literatur schon immer viel besungen, nun gewährt
auch die Ausstellung "Italien, ein einmaliges Land. 1900/2000" in der Bayerischen
Staatsbibliothek diesem Land der Sonne alle Ehre.
In Kooperation mit der Kulturabteilung des Italienischen Generalkonsulats
zeigt die Staatsbibliothek ein Bild von Italien in insgesamt 100 Fotografien.
Die Bilder, die "100 Jahre italienischer Kunst, Geschichte und Kultur zeigen,
sind festgehalten von den wichtigsten italienischen und internationalen
Fotografen." Dabei sind viele Bilder wirklich wundervoll und von kaum zu
übertreffendem Temperament, wovon allein die grauenhafte Präsentation im
Marmorsaal der Bibliothek ablenken könnte. Auf viel zu vielen Stellwänden,
unter vollkommener Ignorierung der Raumarchitektur und überfüttert mit erläuternden
Texten (Bildtitel dreisprachig!) muss man als Betrachter sehr aufpassen,
dass man bei so viel schlechter Ausstellungspräsentation nicht die
Fotos aus den Augen verliert. (Bayerische Staatsbibliothek, bis 31.2.2004)
|
Zu
den großen Dokumentarfotografinnen des 20. Jahrhunderts zählt
die Amerikanerin Dorothea Lange, die zusammen mit Walker Evans u.a. auch
wesentlich zur Etablierung des Begriffs "Soziale Dokumentarfotografie"
beitrug. Das Amerikahaus widmet Dorothea Lange eine Ausstellung, die sich
mit ihrem sozialkritischen Ansatz beschäftigt:
Aufgewachsen und ausgebildet in New York entwickelte Dorothea Lange ihren
fotografischen Stil im Kalifornien der 30er & 40er Jahre. Ihr Werk zeigt
ungeschminkt die Spuren und Wunden der Großen Depression: Straßen, über
die Familien aus den von Sandstürmen verwüsteten Regionen in den Westen
ziehen, Zeltlager und Felder, auf denen sie als wandernde Landarbeiter arbeiten.
Ihr Interesse galt auch den Kooperativen, die in den Elendsgebieten des
tiefen Südens entstanden waren und den Slums am Rande der Großstädte. Dorothea
Lange schuf Zeitdokumente, die zum gesellschaftlichen Wandel beitragen sollten
und die Fotografin weltberühmt werden ließen. (Bis 28. Mai 2004; zur
Einführung spricht Reinhard Schultz, Galerie Bilderwelt, Berlin am
2. März, ab 18.00) |
Die
Galerie Wäcker & Jordanow zeigt noch bis zum 28.3.2004 eine Ausstellung
mit Arbeiten von Margriet Smulders. Margriet Smulders (*1950) zählt
mit ihren unkonventionellen Porträts und Blumenstilleben zu den wichtigsten
Fotokünstlerinnen der Niederlande. "Tulipomania" sind opulente
Blumenarrangements in leuchtenden Rot- u. Lilatönen, die so üppig
und barock sind, als stammten sie von den Altern Meistern selbst. In den
dichten, theatralisch inszenierten Kompositionnen aus Tulpen, mundgeblasenen
Gläsern, reflektierenden Spiegeln und Wassertropfen wird die Natur
in ihrer ganzen schwelgerischen Fülle und mystischen Symbolkraft beschworen..."
(Pressetext, Gollierstr. 127) |