Skip to content

Film

Eine wahre Geschichte – The Straight Story

The Straight Story

Max Fischer beim Studieren

Synopsis

So straight ist der Film, daß er schon wieder die surreale Qualität erreicht, die man von Lynch gewohnt ist. Unbeirrt geradeaus tuckert der Rasen­mäher auf dem der Alte mit dem ausge­gärbten Gesicht sechs Wochen lang, von Iowa bis nach Wisconsin fährt. Nie ist er so weit von zuhause weg gewesen, jetzt muß es sein, weil sein Bruder viel­leicht bald stirbt. Zehn Jahre haben beide nicht mitein­ander gespro­chen, nun sucht Alvin Versöh­nung. Sanft und doch uner­bitt­lich zieht Lynch seine Zuschauer in den Sog der Geschichte, in die scheinbar immer­gleiche Land­schaft der gelben Korn­felder des midd­le­west, in die Lang­sam­keit des dortigen Lebens. Wie er das macht, ist wunderbar. Man muß nicht mit der Reha­bi­li­tie­rung der Provinz, mit der naiven Gutmü­tig­keit sympa­thi­sieren, um The Straight Story als Gegen­ent­wurf Lynchs zu akzep­tieren, der weder ironisch, noch anti­mo­dern gemeint ist. Es genügt, in diesem filmi­schen Mini­ma­lismus auch einen Gegen­ent­wurf zu allem anderen zu erkennen, was es sonst so im Kino zu sehen gibt. Und sich staunend, auch ein wenig ratlos wieder vor ein Rätsel stellen zu lassen: Der Regisseur, der bisher am eindring­lichsten das Leben als Alptraum beschrieb, wagt nun etwas Neues – das Leben als Traum.

Credits

Director

  1. David Lynch
  2. Wes Anderson

Screenplay

  1. John Roach
  2. Wes Anderson
  3. Mary Sweeney
  4. Owen Wilson

Cast

  1. Richard Farnsworth
  2. Jason Schwartzman
  3. Sissy Spacek
  4. Bill Murray
  5. Harry Dean Stanton
  6. Olivia Williams
  7. Jane Galloway Heitz
  8. Seymour Cassel
  9. Brian Cox