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Film

Saw IV

Synopsis

Wer noch keinen Saw -Film gesehen hat, dem wird man hier dringend zur Vorsicht raten müssen – aller­dings dürfte man dann sowieso massive Probleme haben, der Story, die auf den drei Vorläu­fern aufbaut, zu folgen. Wer dagegen die Reihe kennt, weiß immerhin, was ihn auch im vierten Teil erwartet: Zerhackte Körper und Folter­qualen, initiiert vom kranken Hirn eines blut­rüns­tigen Seri­en­kil­lers. Saw 4 ist wie seine Vorläufer ein »Splatter«-Film. Das Wort kommt vom Blut, das hier fontä­nen­weise spritzt. Es geht dabei nicht primär um Spannung, Schock und Grauen, wie im gewöhn­li­chen Horror­film, sondern um Ekel und Sinnen­terror bis zum Weggucken. In der Geschichte des Kinos hat Splatter durchaus ehren­werte Tradition – bis hin zum jetzt oscar­no­mi­nierten Sweeney Todd – von dem Saw 4 aber leider meilen­weit entfernt ist. Man kann solche Filme einfach als Mutprobe für Puber­tie­rende abtun, und sich nur fragen, welche Spuren sie wohl in Hirn und Seele mancher Heran­wach­sender hinter­lassen mögen – in ihrem ästhe­ti­schem Sinn vor allem, denn sie sind weniger ein Angriff auf zivi­li­sa­to­ri­sche Wert­vor­stel­lungen, als auf den Geschmack. Man kann darin auch eine Form der Verar­bei­tung des Irak-Kriegs sehen, von verkrüp­pelten Solda­ten­lei­bern, Abu-Ghraib-Bildern und Guan­ta­namo-Erfah­rungen. So oder so bleibt aber eine lang­wei­lige, glatt insze­nierte Story um einen Killer, der noch aus dem Grab heraus Menschen quält, die nur ein plumper Vorwand ist, um dem Publikum neue Nerven- und Magen­kitzel zu bieten. (Rüdiger Suchsland)

Credits

Director

  1. Darren Lynn Bousman

Screenplay

  1. Patrick Melton
  2. Marcus Dunstan

Cast

  1. Tobin Bell
  2. Costas Mandylor
  3. Scott Patterson
  4. Betsy Russell
  5. Lyrig Bent