Review
Jenseits der Stille
Sozialdrama
Sozialdrama
Erzählt wird die Geschichte von Lara, die als Tochter gehörloser Eltern bei ihrem Vater auf Unverständnis stößt, als sie beginnt sich für Musik zu begeistern. Die Familiengemeinschaft droht nach dem Tode der Mutter, an dem der Vater Lara die Schuld gibt, völlig zu zerbrechen.
Umschmeichelt von süßen Klarinettenklängen sinken die Zuschauer bald tiefer in ihre Sessel, um sich zu laben an der hemmungslosen Nettigkeit der Geschichte. Die erste Hälfte zeigt Lara als brilliantes, kleines Aas, das versucht das Leben mit ihren behinderten Eltern mit der Liebe zu ihrer musizierenden Tante, und somit auch zur Musik in Einklang zu bringen. Glaubwürdige Charakter-Darstellungen sind da auch in kleinen Rollen zu betrachten, Howie Seago als Vater, Sibylle Canonica als Clarissa und erstmals, dafür aber sehr witzig und überzeugend Tatjana Trieb als gewieftes, kleines Mädchen. Später, als Lara, achtzehnjährig, in die Großstadt reist, wird die Geschichte konventioneller und ein bißchen zu putzig; mal ists ein Sonnenuntergang oder ein Vollmond zuviel, dann trieft die junge Liebe von der Leinwand. Im Großen und Ganzen erfreut der Mut zum gefühlsechten Mainstream-Kino. Kann man schon lassen.