Das Lied in mir
Das verschleppte Kind Schwimmen ist ein einsamer Sport, ein bisschen abgeschlossen vom Rest der Welt sind die Menschen, die ihn treiben, während sie durchs Wasser gleiten, das ihnen Geborgenheit bietet und zugleich Wi
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Das verschleppte Kind Schwimmen ist ein einsamer Sport, ein bisschen abgeschlossen vom Rest der Welt sind die Menschen, die ihn treiben, während sie durchs Wasser gleiten, das ihnen Geborgenheit bietet und zugleich Wi
Allegorien der Fruchtbarkeit »Dann werden wir in der Lage sein, die männerlose Gesellschaft zu verwirklichen. Weil am genetischen Material einer männlichen Zelle erkennbar sein wird, was für eine Sorte Mann sich
Die Geschichte von Das Mädchen mit dem Perlenohrring spielt im niederländischen Delft, 17. Jahrhundert. Die 16jährige Griet (Scarlett Johanson) kommt als Dienstmagd in das Haus des Malers Jan Vermeer (Colin Firth
Drei Farben: Petrol Katharina Marie Schuberts Debütfilm Das Mädchen mit den goldenen Händen verwebt geschickt die gesellschaftlichen Verwerfungen der Wendezeit Eine Zugfahrt im Spätherbst 1999: Während vor den Fenstern g
Die wunderbare Widerständigkeit der Welt Ramon und Silvan Zürcher zeichnen in ihrem zweiten Langfilm das filigrane Geflecht einer aufbrechenden Wohngemeinschaft Irgendwie sind alle ein bisschen in Aufruhr. Irgendwer hat
Der Stoff, aus dem die Märchen sind »Das Märchen der Märchen«. Das klingt wie die Anmaßung, eine Erzählung geschaffen zu haben, die über allen anderen Erzählungen steht: to end all the tales . Dabei war die Märchensamm
Zeit zu leben, Zeit zu sterben Sterben lernen – im übertragenen Sinn steht dies im Mittelpunkt sehr vieler Filme der letzten Jahre. Auch die Gladiatoren, Terroristenjäger und Freiheitskämpfer, die die Blockbust
Ein Film wie ein Gedicht »Was machst du so?« – »Ich schreibe ein Buch. Aber ich komme über den ersten Satz des zweiten Kapitels nicht hinaus.« – »Wie lautet der Satz?« – »Das war der Satz.« – »Das ist genial.« – »Das ist
Das Action-Puzzle Action-Thriller beschäftigen sich angeblich mit unseren geheimsten Ängsten, die wir dann durch angucken derselben chocartig abbauen und bewältigen. Sagen klügere Leute als wir. Irgendwas kann an diese
Der Tigersprung in eine andere Welt Eine Katze, behauptet das Sprichwort, habe sieben Leben. Im Kino gilt dieser Satz allemal. Man müsste einmal viel ausführlicher diesem Leben der Katzen im Kino nachgehen – von »Tom
Nervtötend »witzig« Marc Rothemunds Erstling ist durch und durch überflüssig A liebt B, B ist aber dummerweise mit C verbandelt, die wiederum mit D liiert ist... – diesem Muster verdankt die Filmgeschichte einige i
Der wahre Sieg der '68er Was hat Computertechnik mit Hippiekultur, was hat die Mathematik des 20.Jahrhunderts mit Terrorismus, was hat die Bewußtseinsforschung der 50er Jahre mit Paranoia zu tun? Eine ganze Men
Dieser Film riecht nicht Das Parfum ist kein guter Film. Aber eine dringend notwendige Erinnerung an eine bessere Zeit. Anmerkungen zur Wiederaufführung von Tom Tykwers Süßkind-Verfilmung Das Parfum des deutschen Films i
Mit Lügen leben Bora Dagtekins Komödien-Remake bricht Zuschauerrekorde und hat inzwischen nicht nur einen Bambi, sondern auch die Goldene Leinwand gewonnen. Aber auch die anderen Remakes des italienischen Super-Drehbuchs
Wenn das Chaos die Familie rettet Raphaële Moussafir und Christophe Offenstein inszenieren eine wunderbar unkonventionelle französische Familienkomödie, in der falsche Präsente, jüdischer Witz und dysfunktionale Beziehun
Der Preis der Hybris Dies ist ein sehr klassischer, routinierter, und in all seiner Routine überaus eleganter Thriller, mit einer Prise Melodram. Schon die ersten Bilder könnten im Prinzip ebenso gut aus einem Film de
Identifikation einer Familie Laura Bispuris neuer Film steht in der langen Tradition von Filmen, für die ein Familienfest immer auch ein Wahrheitsfest war – doch Bispuri überrascht mit einer ungewöhnlichen Aufbereitung d
Keine Geschichte in Sicht Eltern sind die peinlichsten Menschen des Universums. Das hat fast jeder so erlebt, als er in der Pubertät war. Wer Kinder hat, der erlebt es wieder, diesmal selbst als peinlichster Mensch de
Die Banalität des Unfassbaren Der österreichische Drehbuchautor und Regisseur Stefan Ruzowitzky erhielt für sein auf wahren Begebenheiten beruhendes KZ-Drama Die Fälscher im Jahre 2008 den Oscar für den besten f
Ein verschneites Tal zwischen hohen Bergen. Eine Ansammlung von Häusern darin. Eine Reisekutsche und mehrere Wagen erreichen gleichzeitig diese Stadt. In den Wagen ein Trupp mit Landvermessern, in der Kutsche zwei
Stadt, Land, Kuss Es sind ja immer Experimente, von denen Rudolf Thomes Filme handeln, und im Werk keines zweiten Filmemachers ist »der Geist von 1968« so präsent, wie bei diesem. Alles ist leicht und entspannt, alle
Das Korn des Bildes Das Salz der Erde – Wim Wenders erzählt von Photographie, Kunst und Kitsch Dies ist eine erstaunliche bildkräftige Ode an die Photographie und den brasilianischen Photographen Sebastiao Sa
27. Filmfest München 2010 Ja, so war das damals, in der DDR: Dem Volk wird von klein auf Sand in die Augen gestreut. Die geheimsten Träume ausspioniert, feinstsäuberlich protokolliert und auf ewig archiviert. Und
»Ich bin jetzt eine Art von Cyborg« Kann man eine Romanze mit zwei krebskranken Teenagern drehen ohne dabei in unsägliche Untiefen des Kitsches zu versinken und ohne das Publikum mit penetrant tiefsinnigen Botschafte
Dona Catharina und Peppone Es geht schon gut los: Nostalgische bunt-runde 70er-Jahre-Schrift formt die Vorspanntitel, dann sieht man Catherine Deneuve im knallroten Adidas-Trainingsanzug beim Joggen im Wald, und w
Nichts ist gut Schon in Sven Taddickens letztem Film, der Adaption des gleichnamigen Romans Gleißendes Glück von A. L. Kennedy stand ein Paar im Zentrum des Geschehens, das um so etwas wie Beziehungsidentität und
Wenn die Wüste blüht Peter Meisters fulminantes Regiedebüt Das schwarze Quadrat ist nicht nur eine Komödie, die sich vor Slapstick nicht scheut, sondern auch ein intelligentes Vexierspiel, das die genauso hinterfragt wie
Lust an Sachlichkeit »Warum sind die alle so gut geföhnt?« Der Berliner »Tagesspiegel« mit Blick auf den hier produzierenden Sender ZDF Deutsche Nachkriegsgeschichte, diesmal aus der DDR. Doch wie in Der Staat gege
Dies ist die Geschichte einer jungen Frau, die bemerkenswerten Mut besitzt. Sie wird mit einem Mann konfrontiert, der alle Antworten, aber nicht genügend Fragen hat. Es ist eine Geschichte über das Heilen tiefer seeli
Der bundesdeutsche Kinogänger hat es zur Zeit leicht. Ob ein Film eine Komödie ist oder nicht, muß nicht erst mühsam aus dem Inhalt geschlossen werden, ein Blick auf den Stab genügt für gewöhnlich: Regie führt entwed
Anne Franks Lächeln »Erlaubt sind alle Kultursprachen. Also dann kein Deutsch.« – Anne Frank, 1942 in einer satirischen »Hausordnung«, zitiert nach dem Film Ein lächelndes Gesicht. Ein normales junges Mädchen, gesu
Dies ist kein Kriegsfilm, sondern ein psychologischer Thriller um Zivilcourage und soziale Einordnung, um militärischen Gehorsam und Gerechtigkeit, über die Rangfolge moralischer Güter, und nicht zuletzt um
Ihre Heimat ist die Straße. Zobel (Götz George), seine erwachsene Tochter Lizzi (Jeanette Hain) und Zobels Freund Karl (Christian Redl) essen, trinken und schlafen gemeinsam in ihrem Wohnmobil. Auch beruflich sind sie e
Gesten von Gestern Schwarz und weiß, wie Tage und Nächte: Bela Tarrs letzter Film verlangt Unterwerfung und Gefolgschaft – erster Versuch über einen Film, der ein Abgesang auf das Kino und die Welt ist »Jede Epoche mu
Wenn das Gewissen zweimal klingelt... »Wenn Du ein guter Arzt werden willst, musst du stärker sein, als Deine Gefühle...«, erklärt Jenny ihrem studentischen Praktikanten, der kaum jünger ist als sie, aber doch ein pa
Jeder ist käuflich Anonymes Familienglück festgehalten auf Home-Video-Bildern. Dann geht der Vater, den man eben noch bei der Familienfeier erlebte, zur Arbeit ins Büro. Kurz darauf wird er erschossen, Opfer eine
Ländliche Hölle Die Hölle hat Tapeten mit Prielblumenmuster. Die Hölle, das sind die hasserfüllte, bettlägerige Schwägerin und die selbstgerechte Dorfkrämerin. Das ist vor allem der eigene Mann, ein wortkarg
Schnitzeljagd im Bush-Land »Are you with me?« fragt der FBI-Mann (Harvey Keitel) seinen Lockvogel. Und will eigentlich nur wissen, ob der seine Funkbefehle empfängt. »I’m not against you,« antwortet aber Ben Gates (Ni
Auch zu zweit ist man allein Der Film ist der Zusammenschnitt zweier thematisch verbundener Solis zu einem Duett. Aber ist es nicht ein Liebesfilm? Ist das dabei nicht immer so? Ja, aber man muss in diesem Fall sage
Das Gespenst des Todesengels Kirill Serebrennikov zeigt in seiner Romanverfilmung, wie die jahrelange Flucht des Nazi-Verbrechers möglich wurde Menschenknochen sollen erzählen. Wiederholt werden sie in Das Verschwinde
Der Raum und die Unklarheit Memento Mori: Jack Nicholson zwischen Wahnsinn und Seelenheil Es schneit. Eine Leinwand, die weiß ist, aber nicht von der Unschuld des Anfangs vor dem Film, sondern von dichtem Schneegestö
Die Gräber von Galipoli Der Erste Weltkrieg in Deutschland ist bis auf wenige Ausnahmen meist die anderen. Das ist gut abzulesen an den 100-jährigen Jubiläen, die gerade begangen werden: die erste Flandernschlacht, de
Die Schönheit der Unperfektion Es gibt immer wieder Momente in Das Vorspiel , in denen die Bilder regelrecht zu vibrieren scheinen. Etwa als Anna (Nina Hoss) erstmals mit dem Quintett ihres Kollegen Christian (Jens Albi
Die Farbe der Wahrheit Schwarz und Weiß wie Gut und Böse: Michael Hanekes Siegerfilm aus Cannes zeigt protestantischen Fanatismus und die Erziehung vor Auschwitz »Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit
Lost in Donation Irgendwo im uns so fernen, Nahen Osten: Eine Frau sitzt im Auto, auf langen Fahrten durch die Wüste. Sie heißt Dorothea, ist blond und nicht mehr ganz jung. Bald sieht man sie auf Partys in eleganten Abe
Vergangenheit, Verstrickung und Schuld »Ich will, dass du dich entschuldigst für dein mieses verpfuschtes Leben.« – »An mich wird man sich erinnern. An dich nicht.« Ein Streit zwischen Vater und Sohn und eine überaus sp
Wunder gibt es immer wieder Kino ist Magie. Ein Topos, der das Schaffen auf der großen Leinwand seit den Anfängen begleitet hat. Und auch in jüngster Zeit von Filmemachern immer wieder beschworen wird. Erst 2011 stellt
Es gibt keine großen Omen in diesem Film, das Schicksal täuscht seine Schläge vorher nicht erst an. Und deshalb ist das Fairste, was man allen prinzipiell Interessierten raten kann, ihn sich anzusehen ohne ein weiter
Nennt mich Amy »Ich bezeichne mich als Feministin, um Leute ins Bett zu kriegen und mir in der Bar die Widerlinge vom Hals zu halten, aber Feminismus ist keine Identität. Feminismus ist ein Prozess. Nennt euch, wir i
Andererseits Wenn der amerikanische Starkomiker Dave Chappelle in New York ein Hip Hop Konzert mit zahlreichen Superstars organisiert und das alles vom (Video)Kultregisseur Michel Gondry zu einem Dokumenta